22.11.2009

Ein Schweizer im Salsa-Land

Mi 18.11. (Buga) Der Morgen beginnt langsamer als sonst, weil Frank und Hanne bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft sind. Elke und ich erforschen den Carrefour, den es hier überraschenderweise gibt. In Cali treffen wir Urs, einen charmanten schweizer Viventura-Mitarbeiter. Die Stadtführung wird kurz (aber hyperchrussick ;-), alle sind um ihr Hab und Gut besorgt. Urs liebt Cali und bringt seine Begeisterung rüber. Cali heißt auch Cali Caliente wegen des Wetters – nehm ich an – und weil hier der heißestes Salsa getanzt wird. Die Menschen sind eher schwarz, Nachkommen der Sklaven, die hier Zuckerrohr pflücken mussten. Zu meiner Überraschung wird das immer noch in Handarbeit gemacht. Eine scheißschwere Arbeit. Und sicher schlccht bezahlt. Hier wurde übrigens Doctor Aleman gedreht, eine Film über einen deutschen Medizinstudenten (August Diehl), der zwischen die Fronten gerät. Urs erzählt, dass ein Freund von ihm genauso wie im Film gleich nach 2 Tagen des Medizinpraktikums im Krankenhaus von Cali seine erste Kugel entfernen musste. Ansonsten strotzt der Film wohl von Klischees. Schade. So wird wohl Kolumbien weiterhin Touri-Niemandsland bleiben. Busfahrt nach Popayan. Der Vorschlag eine Rum-Destillerie zu besuchen, kann leider nicht nachgegangen werden, da müssten wir wieder zurück. Schade. Die Häuser werden schöner, mehr Holz und als wir Popayan erreichen hats wohl gerade geregnet. Popayan heißt nicht Indianerpopo, sondern die weiße Stadt und ist eine sichere und sehr schöne Stadt mit vielen weißen Gebäuden. Wir steigen im Hotel Los Balcones ab und Elke und ich haben das seltsamste Zimmer überhaupt. Alles dunkel (selbst die Tapete) und alt und so stellt man sich die Wohnräume in den Herrenhäusern von Isabel Allende vor. Allerdings riechts unter meinem Bett, als wäre dort jemand gestorben und die kleinen Dachluken sind offen, so dass die Tuben mühelos zurück in Ihren Schlag (unser Zimmer) fliegen könnten. Ich meine, dass sich das eine oder andere Möbelstück von selbst bewegen würde. Kleine Stadttour im Regen. Hier könnt ich länger bleiben trotz Geisterhaus.

Buga, die Pilgerstadt

Buga, die Pilgerstadt

Buga

Buga

Früchte, die leider nach Kartoffeln schmecken

Früchte, die leider nach Kartoffeln schmecken

nicht Rio, sondern Cali

nicht Rio, sondern Cali

neu renovierte Kuppeln in Popayan

neu renovierte Kuppeln in Popayan

Geschmackvolle Weihnachtsdeko in Popayan

Geschmackvolle Weihnachtsdeko in Popayan

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