22.11.2009

Kaffee und ne böse Überraschung

Di 17.11. (Pereira, Kaffeefinca) Heute morgen erforschen wir, woher unser Frühstückskaffee kommt. Fast wie bei der Sendung mit der Maus, erklärt uns Freddi, der Verwalter, wie guter Kaffee wächst. (Warum er eine Ehefrau nach der anderen hat, erklärt er uns nicht, und auch die Maus könnte da wohl nicht helfen) Sie haben 17.000 Kaffee-Pflanzen hier. Nachdem wir selbst pflücken dürfen, nur die roten/gelben Früchte natürlich (nicht die grünen) , wird uns zuerst gezeigt, wie das Fruchtfleisch gelöst wird – mit einer Art Maschine mit geriffelter Walze, die handgekurbelt wird. Dann wird die Kaffeebohne gewaschen und getrocknet. Nach ca. 1 Woche Trocknen löst man die Schale mit einer anderen Maschine mit Gewinde und Gebläse ab. Die Maschinen sind Mini. Aber da täglich von Hand geerntet wird, ist die Größe wohl ausreichend. Normalerweise wird der Kaffee so an die Händler verkauft. Für 12kg gepflückte Bohnen gibt es ca. 10€. Für uns rösten die Arbeiter die Kaffeebohnen noch ca. 40min lang. Dann gibt’s frischen Kaffee in den Tassen und die heißen Kaffeebohnen auf den Tisch. Die anderen kaufen Kaffee als Souvenir und ich kau noch ein Paar Bohnen. Lecker, besser sogar als das flüssige Heißgetränk. Fehlt nur noch die Schokolade. Dann machen wir noch einen Hausrundgang. Viel antiquarisches, von der Kaffemaschine über Gramophon bis zum Tangolehrgang. Ich überlege, ob ich dableiben und mich als Pflückerin verdingen soll. Don Luis, der alte Charmeur, war ja auch ganz nett. Ja, das war der mit dem schönen Hotel in Honda. Doch ich würd mich in der Idylle doch nur langweilen. Also zurück auf die Straße gen Buga. Ein Wallfahrtsörtchen zwischen Ost- und Westkordillere auf dem Weg nach Cali. Wir machen eine Stadtführung mit Orlando, dem Hotelbesitzer, und sind mal wieder die Attraktion für gelangweilte Einheimische. Äußere Elke gegenüber wie komisch ich diese Stadt finde. Viele Hotels für Pilger, überall lungern Bettler, Versehrte und Penner rum. In der Stadt steht ein Leuchtturm (nun anderswo?), allerdings weit und breit kein Meer oder See. Beim Abendessen passiert es. Hannelore wird die Kamera, Paß, Geld und Handy geklaut. Polizei holen und morgen Anzeige aufgeben. Alle betroffen, Hanne fertig mit der Welt, die Stimmung am Tiefpunkt. Mit Rotwein und Rum bekämpfen wir die Flaute, bis auch Hanne wieder etwas gequält lachen kann.

Mein neuer Job

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Das Ergebnis, schon geröstet

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