11.02.2010

Der perfekte Tag in der Wüste

Do 04.02. (San Pedro de Atacama) Ausschlafen, bin ja kränklich und um zwölf auf in den Salzsee. Wie im toten Meer schwimmt man hier oben und kann einfach nicht untergehen. Wir floaten vor uns hin und Crystal will gar nicht mehr raus aus der Lake. Wir spülen uns etwas mit Süßwasser ab, weil die Salzschicht auf der Haut echt unglaublich dick ist. Zurück im Hotel zur nächsten Tour ins Valle de Luna. Unser Guide Ronald ist super. Erster Halt im Death Valley, das wie eine rote Marslandschaft aussieht. Der Name ist durch ein Missverständnis entstanden. Ein belgischer Mönch hat das Tal als Valle de Marte (Marstal) bezeichnet, was die Einheimischen als Valle der Muerte verstanden haben. Wir klettern ein bisschen rum. Nächster Halt an einer Riesensanddüne, die man nach einem Erdbeben nicht mehr begehen darf. Leider. Die 2 Marias sind Felsen, die der Mönch, als betende Frauen identifiziert hat. Für uns leider nicht erkennbar. Außerdem hat ein Touri, die 3. beim raufklettern abgebrochen. Dann warens nur noch 2. Wir wandern zu einer kleinen Salzmine und Ron erklärt uns, wie Salzkristalle entstehen. Beim nächsten Halt rennen wir durch den Sand in einen kleinen Canon hinunter und verstummen, als Ron uns auf das Knacken aufmerksam macht, dass im abkühlenden Felsgestein zu hören ist. Ab und zu bricht wohl ein Felsbrocken ab, aber doch hoffentlich nicht jetzt? Ron beruhigt, meistens morgens und dann auch noch im Winter. Durch den Canon gelangen wir in eine Höhle und Ron erklärt, die Entstehung der verschiedenen Berge in Chile, und dass es mehr als 150 Vulkane hier gibt und dass die Berge in der Salzwüste durch dass Aufbrechen der Salzkruste durch tektonische Verschiebungen entstanden ist. Wir sind begeistert. Zum Sonnenuntergang bringt er uns auf einen Felsvorsprung, auf dem nur wenige Touristen sind und wir blicken über das Mondtal (Valle de Luna) und 360Grad in jede Richtung und können das Farbenspiel kaum fassen. Dann wird’s hektisch, der Busvan bringt uns zurück, wir müssen ja gleich zur nächsten Tour, der Sternenobservations-Tour. Alain, eine Franzose, erwartet uns nach ca. einer halben Stunden Fahrt auf seinem Hof. Er ist gut drauf und erklärt uns das Universum und die Sternenwelt mit viel Witz und Charme. Mit Laserpointer entdecken wir erstmal mit bloßem Auge das Kreuz des Südens und dass man nur 4,5 mal fortsetzen muss und dort die Himmelsrichtung Süden findet, Orion, seinen Gürtel und das Sternbild, verschiedene Sternennebel, die magellanschen Wolken, der uns nächste Stern Sirius, Kastor und Pollux im Zwillingssternbild, den großen und den kleinen Hund, einen roten Riesen, die Pleyaden, Alpha Zentauris und und und. Bin total begeistert als wir mit 6 riesigen Teleskopen, das ganze noch in nah anschauen dürfen. Zum Schluß werden noch Fragen bei heißen Kakao beantwortet und der Tag war perfekt!!!

Fr 05.02. (San Pedro de Atacama) Ich schlafe mal wieder länger zum Auskurieren. Frühstück und gegen Mittag steigen wir in den 17h Nachtbus nach La Serena. Alles recht komfortabel, wir (Cheryl und ich) sitzen ganz hinten. Außer, dass ein Typ neben mir auf einer Art Stufe sitzen muss, so dass wir fast Wange an Wange und Knie an Knie schlafen müssen. Der erste Typ sieht noch ganz normal aus, als ich das nächste Mal aufwache, liegt plötzlich ein anderen, eine etwas komischer, da. Supi.

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