17.02.2010

Spaßvogel und Klugscheißer am Aconcagua

Sa 13.02. (Mendoza) Früh um sieben sind wir schon im Bus auf dem Weg zum Aconcagua. Unser Guide Pablo ist der Oberspaßvogel und obwohl sich der halbe Bus gestern Nacht einer Tequila-Party hingegeben hat, lachen sich die meisten nach einen Stunde Schlummerpause schlapp. In der ersten Lagune hat plötzlich der Bus ein Leck in der Heizung und ist im Innenraum überschwemmt. Egal, wir stehen rum, bis alles behoben ist und Pablo verspricht uns ein Quiz am Schluß, bei dem man 1 Flasche Malbec gewinnen kann. Die will ich! Von den flachen, grünen Weingebiet auf ca. 700m sind wir inzwischen in den Bergen Richtung Aconcagua. Nächster Halt in Uspallata, einem noch fruchtbaren Tal, in dem vor vielen hundert Jahren eine schlimme Schlacht der Mapuche-Indianer stattgefunden hat. Als wir an einer nachgebildeten Brücke ankommen, die symbolisch für den vor 200Jahren stattgefundenen Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier steht, kann Pablo sich kaum mehr zügeln. Er lässt die Nationalhymne Argentiniens lautstark im Bus laufen und singt total falsch mit. Irgendwie scheint die Höhe die Menschen leicht verrückt zu machen. Endlich erreichen wir den Aconcagua-Nationalpark auf ca. 3.000m Höhe. Wir dürfen eine Stunde lang einen Rundgang machen und den Berg aus ca. 30km Entfernung bewundern. Etwas kurz nach unserem Empfinden. Auf dem Parkplatz treffen wir auf eine Gruppe, die von einer 3 Tagestour zurück ist und somit dem Berg zumindest etwas näher gekommen ist. Cheryl und ich beschließen das „nächste“ Mal, wenn wir mehr Zeit haben, so eine Tour zu machen. Mittagspause im Berghostal. Auf dem Rückweg ist Quiztime und ratet mal, wer die Flasche Malbec gewonnen hat? Jau, ich, der Klugscheißer. Den Wein gönnen wir uns abends am Pool. Leider ist er nicht ganz so perfekt wie der Tapiche vom Vortag…

So 14.02. (Mendoza) Ich schlaf aus und schreib ein bisschen Blog. Valentinstag! Keine Geschenke, och menno. Um 13Uhr geht unser Bus zurück an Santiago. Die Landschaft ist wieder überwältigend. An der Grenze dauert leider alles etwas länger: 2 Stunden und somit kommen wir anstatt um 20Uhr erst um halb zwölf am Busbahnhof an. Abschied von Neil, der morgen nach Neuseeland fliegt und Cheryl und ich fahren ins Andes Hostal. Um Mitternacht versuchen wir noch etwas zu Essen zu bekommen. Leider vergeblich, wir müssen uns mit ein paar Oliven, Brot und Sauce zufrieden geben. Ich trink dann noch ein Bier, das soll ja auch satt machen. Um 2Uhr nachts sind wir endlich zurück im Hostal und Cheryl kann es nicht fassen, dass sie so spät noch wach ist und durch die Stadt läuft. Tja, das ist halt mein bad german Einfluss ;-))

Kommentare

na ich hatte jetzt was den Aconcagua angeht einen Titel wie “ Andrea in der Todeszone “ oder “ Reaching summit …. Gipfel der Verdammnis “ erwartet 🙁 – zeig uns zumindestens mal den Berg auf facebook !!

Gruß
Joachim & co.

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