17.04.2010

Königliche Albatrosse

Sa 03.04. (Oamaru) Als ich aufwache, liegt der Küstenort Oamaru in tiefsten Küstennebel. Kein schönes Zeichen, dafür hat das Café nebenan geöffnet und bietet lecker Frühstück. Ich packe meine Auto und fahre an der Küste entlang nach Moeraki. Das ist ein Strand mit großen Felskugel, welche die Gezeiten komplett rund gewaschen haben. Schön, endlich Ostereier und das mitten am Strand. Leider springen noch viele andere Touris rum und stellen sich auf die Steine und rennen mir ins Fotos. Ärgerlich, immer diese Touris. Ich fahr weiter nach Dunedin, eigentlich ein unspektakuläres Städtchen, allerdings mit der Otaga Peninsula mit Royal Albatrossen. Die kann man nach ca. 1,5stündiger Fahrt mit Kurven und schönen Wattlandschaften an der äußersten Spitze der Halbinsel sehen. Koschtet zwar Eintritt, aber man sieht 3 kleine superflauschige Albatrossbabies und die riesigen, erwachsenen Vögel mit 3,5m Flügelspannbreite rumfliegen und im Landeanflug. Gerade kommt ein Sturm auf, so dass wir auch noch Shags sehen, die normalerweise erst bei Einbruch der Dunkelheit zurückkommen. Die Albatrosse fliegen mühelos im stürmischen Wind rum, nur das Landen ist auch für sie nicht so einfach. Wenn 2 landen, unterhalten sie sich auch erstmal und starten vielleicht gleich wieder. Leider haben wir nicht gesehen, wie sie zum Abflug Anlauf nehmen. Der Wind war so stark, dass Anlauf nicht nötig war. Bevors Wetter so richtig schlecht wird, fahr ich die Küste wieder hoch bis nach Timaru. Noch kaffiger als Oamaru. Ich finde noch ein sehr privat geführtes Hostel, Mama geht zum Geburtstag, die Söhne passen auf. Leider isses hier saukalt im Zimmer und in der Küche will mir ein älterer Herr die ganze Zeit von seiner Landwirtschaftsausstellung am Montag erzählen, für die er extra aus dem tiefsten Süden angereist ist. Aha, sehr interessant.

So 04.04. (Timaru) Frühstück bei McDonalds. Und das am Ostersonntag. Das hat Stil. Ich muss heute zurück nach Christchurch, um das Auto heute spätnachmittags abzugeben. Kein Problem, aber vorher mach ich noch einen Abstecher nach Akoroa, vormals erwähnte französischen Siedlung auf der Bank Peninsula vor Christchurch. Die Fahrt ist schön und sehr kurvenreich und ich brauch länger als gedacht. So dass ich in Akoroa nur noch einen Cappucchino und ein Stück Pecanuß-Kuchen im lauschigen Hafen genießen kann, bevor ich am Flughafen das Auto abgebe. Noch schnell getankt und das Auto eingecheckt. Die schaun nicht mal hin, ob irgendwas am Auto ist. Auch schön. Leider ist der letzte Shuttle schon weg und ich muss ne ¾ Stunde in der Kälte auf den öffentlichen Bus in die City warten. Unverschämtheit, nach so viel Luxus mit dem eigenen Auto.;-) Ich buch mich in Thomas Backpackers in der Stadtmitte ein und versuche, das völlig überhitzte Zimmer zu überleben

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