Mo 19.04. (Tongariro) Hab für heute die etwas komplizierte Weiterfahrt nach Rotorua gebucht. Erst mit dem Sieben-Uhr-Bus in den Nationalpark, dann mit einem anderen Bus nach Turangi, dann weiter nach Lake Taupo und dann Rotorua. Diese Aktion kostet mich mehr als 50 Dollar und fast den ganzen Tag. Ich steige in einem gemütlichen Backpacker Hostel ab und lerne ein paar deutsche Mädels kennen. Hab für abends eine traditionelle Maori-Show mit Essen und Geysiregucken gebucht. Klingt zwar sehr touristisch, ist aber schön und ich wollte das beste aus meinem kurzen Aufenthalt in Rotorua machen. Lerne bei der Bushaltestelle einen netten Engländer, Ian kennen.Wir fahren in das Maori-Dorf, dort werden wir traditionell begrüßt, in dem unser Häuptling Frank aus USA ein Blatt, vom Maori-Häuptling hingeworfen, aufhebt und langsam rückwärts gehend seine Harmlosigkeit beweist. Später folgt der Nasenkuß zur Begrüßung. Dann gehen wir ins Meetinghouse und werden mit verschiedenen Tänzen und Gesängen unterhalten. Ganz lustig, die Frauen dürfen den Pui-Tanz, mit einer Art Bällen an Schnüren, mitmachen und die Männer natürlich den Haka, den Kriegstanz. Danach gibt’s ein Essen, dass in der Erde gekocht wurde und ein Buffet mit Salaten, Austern, Krabben und leckerem Dessert. Ich esse bis ich fast platze und peinlich werden könnte. Ian bricht dafür seine erste und vermutlich letzte Auster wieder aus. Wir können uns kaum vom Essen lösen, doch das Programm erfordert eine diesmal wirklich schlechte Bähnlefahrt zu den Geysiren. Dort gibt’s noch heiße Schokolade auf heißem Stein. Wobei wir auf den heißen Treppen sitzen müssen. Mir brennt fast die Jeans unterm Hintern weg, kann gar nicht verstehen, wie die anderen das aushalten können.
Di 20.04. (Rotorua) Heute hab ich noch den ganzen Vormittag und den halben Nachmittag Zeit in Rotorua. Geh mal wieder ins Museum und lass mich rumführen. Das Museum war früher ein Badehaus und heute gibt es viele verschiedene Ausstellungen. Eine übers Badehaus von 1908, dann über ein Maori-Battalion im 2. Weltkrieg, Vulkane und wie der Lake Rotorua beim letzten Ausbruch von 1881 verdoppelt wurde und die berühmten Pink und White Terraces begraben hat. Im Kino werd ich von einem simulierten Erdbeben mitgerissen 😉 Danach wander ich noch an blubbernden Schlammlöchern und dampfenden Schwefelquelle am See entlang. Die Vulkane sehen völlig unscheinbar aus. Doch die Landschaft am See ist unwirtlich und stinkt. Doch hier sind viele Spas und Geothermal-Heizkraftanlagen. Um vier geht mein Bus nach Auckland und um acht bin ich zurück an meinem Ausgangspunkt in NZ.