21.04.2010

Hyperaktive Delfine und schlappes DVD-gucken

Fr 09.04. (Christchurch) Der Bus nach Kaikoura geht schon um sieben und nach etwas Schlaf im Bus komm ich schon fast erholt um halb zehn im Küstenörtchen Kaikoura an. Der Bus hält am Sleepy Whale Backpacker, das leider geschlossen ist. Sonst hätt ich dort übernachtet, allein schon wegen des Namens. Nehm ich halt das nächste. Nach meinem schönen Strandspaziergang, melde ich mich zum Delfinwatching an, zum Schwimmen mit den Delfinen fühl ich mich leider noch zu krank. Mist! Ich komm auf die Warteliste und um halb eins geht’s los. Die Schwimmer tragen Neoprenanzüge, nach einem Film über die Sicherheitsbedingungen an Bord und im allgemeinen (Health und Safety wird in Neuseeland groß geschrieben) dürfen wir aufs Boot und sind nach einer 45minütigen Fahrt von fast 100 Dusky- und Common-Delfinen umgeben. Und die legen sich ins Zeug, als die Schwimmer ins Wasser gleiten, springen sie rum und wollen unterhalten werden. Im Wechsel schwimmen die Delfine voraus, die Schnorchler steigen wieder ins Boot, dann wir hinterher und wieder rein und wieder raus usw. Wir, die Gucker, habens da besser, können die ganze Zeit gemütlich an Bord rumhängen und Fotos ohne Ende machen. Bin komplett begeistert. Laut Guide machen die Delfine das wohl alles freiwillig oder aus Langeweile. Meine Theorie ist ja entweder Drogen oder eine gewisse Hyperaktivität, die nur bei Dusky-Delfinen vorkommt. Wale haben wir nicht gesehen, aber dafür muss man auch die Waltour buchen und die richtige Saison erwischen. Ich meine, dass ich in der Antarktis so nahe an Orcas, Buckelwalen und Minke-Walen dran war, dass ich davon nur enttäuscht gewesen wäre. Verbringe den frühen Abend noch in einer Fisch-Kneipe, (Delfin gibt’s hier nicht, ist ja auch kein Fisch). Der Fisch-Basket schmeckt mir allerdings nicht. Ist zu fettig und ich hab einfach keinen Hunger. Fall dann schon früh ins Bett.

Sa 10.04. (Kaikoura) Bin immer noch leicht krank und beschließe deshalb heute nix besonderes zu unternehmen. Das Hostal ist gemütlich, ausschlafen und dann DVDs gucken und ich versuche meinen mangelnden Appetit durch regelmäßige Essenszufuhr anzuregen. Immer noch Paracetamol und viel Schlaf. Endlich mal 2 Nächte an einem Ort. Im Supermarkt werde ich, ohne nur ein Wort gesagt zu haben, schon als Deutsche identifiziert. Ist das so offensichtlich oder gibt’s einfach hier zu viel Deutsche? Oder ist der Inhalt meines Einkaufskorbs oder mein Gesicht etwa so deutsch? Ich vergesse vor lauter Überraschung zu fragen und werds wohl nie erfahren.

Kommentare

tja das mit dem “ sofort als Deutscher erkannt zu werden “ ist schon ein Phänomen …. für den Fall dass sich dieses miracle im Laufer Deines trips wieder Erwarten doch noch löst ….please let me know

Gruß & paß auf Dich auf

Joachim & Co.

Deine Bericht sind zwar nach wir auf einem eloquenten, unterhaltsamen & bildhaften Niveau ….nichtsdestorotzt wäre ( wie bereits vermehrt eingefordert ) eine paar Bilder doch recht nett ;-))

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst Dich erst einloggen um einen Kommentar zu schreiben.

Kategorien

Admin | Reiseblog anlegen | Plane Deine eigene Weltreise