6.07.2010

Heiß und stinkig

Sa 03.07. (Kinabalu Nationalpark) Mir geht’s überraschend gut und ich entscheide, zur Muskelkater-Reduzierung, zu den Poring Hot Springs zu fahren. Das gestaltet sich etwas schwierig, weil ich auf billig mache, einen Minibus an der Straße anhalte, zum nächsten Ort fahren und dann leider die einzige Touristin bin, die von hier zu den Hot Springs fahren will. Die Jungs wollen mich nicht mit den Einheimischen-Minivans mitnehmen. Nach langem Diskutieren find ich einen Typen, der mir einen guten Preis macht. Die Hot Springs sind heiße natürliche Quellen, die allerdings in künstlich angelegten Pools enden. Ich wander zu einem kleinen Wasserfall. Spring in das erste Schwimmbecken, das allerdings eher kühl ist, dann lass ich mir ein eigenes Bad in einem Minibassin ein. Das dauert ewig, ist allerdings entspannt bis mir der selbstgebaute Plastiktüten-Stöpsel verloren geht. Zurück ins Kalte. So nebenbei erfahr ich, dass zur Zeit hier eine Rafflesia, die größte Blume der Welt blühen soll. Das passiert sehr selten, nur alle paar Jahre und die Blüte bleibt nur 7 Tage offen. Nix wie hin in den Tropical Garden. Die Blüte ist wirklich groß, vielleicht 80cm im Durchmesser, dermaßen hässlich und unwirklich. Sie könnte aus Avatar entsprungen sein. Außerdem stinkt sie nach verdorbendem Fleisch und zieht so Insekten an. Leider lebt hier im tropical garden ein trauriger Orang-Utah, der fast bewegungslos in einer Art Schaukelsitz vor sich hin starrt. Nicht schön. Zurück im Nationalpark treff ich noch paar andere Backpacker und wir wollen zusammen das Argentinien-Deutschland-Spiel gucken. Wobei ich mal wieder fast die einzige bin, die für Deutschland jubelt. Nicht überraschend, da die anderen aus England und Australien sind.

So 04.07. (Kinabalu Nationalpark) Heute bin ich richtig schlapp und zu allem Übel herrscht Stromausfall und somit gibt’s auch kein Wasser im Guesthouse. Keine Dusche, super. Meine Laune und meine Kräfte sind am Boden. Ich geh zum Guided Walk im Nationalpark und bin vor lauter Muskelkater so langsam, dass ich keinen Spaß hab. Der Bus um halb eins nimmt mich mit nach Kota Kinbalau. Das Kleinkind neben mir schreit 1,5 Stunden ununterbrochen und läßt sich nicht beruhigen. Mein Kopf und mein Ohr platzen fast. Der ganze Bus ist am Kotzen und wirft uns böse Blicke zu. Im Guesthouse angekommen, leg ich mich nur noch ins Bett und schlafe einige Stunden durch.

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst Dich erst einloggen um einen Kommentar zu schreiben.

Kategorien

Admin | Reiseblog anlegen | Plane Deine eigene Weltreise