Di 29.06. (Nature Lodge, Bilit) Heute morgen versuchen wir nochmal unser Glück und suchen beim Morning Boat Cruise die kleinen Elefanten, leider erfolglos. Nach dem Frühstück fahr ich nach Sepilok, zu den Orang-Utahs. Leider zu spät zur morgendlichen Fütterung um 10Uhr, entspann ich erstmal und gehe nach dem Mittagessen einen kurzen Wanderweg in der Hoffnung, dass die rothaarigen hier auf mich warten. Leider nicht der Fall. Doch zur 15Uhr Fütterung zeigt sich ein kleiner, junger Orang-Utah und schlabbert genüßlich seine Milch und kaut seine Bananen. Sooo süß! Ein bißchen Show und Posing macht er auch. Hangelt sich cool am Seil entlang, verjagt ein paar Makkaken und scheint genau zu wissen, dass er im Mittelpunkt steht. Das ist hier zwar nicht wirklich das Wildlife feeling, sondern mehr wie im Zoo, egal, wo sieht man sonst „wilde“ Orang-Utahs so nah. Orang-Utahs heißt übrigens übersetzt Waldmenschen, weil sie doch uns Menschen so ähnlich sind. Die Stämme hier glaubten, dass man als Orang-Utah wiedergeboren werden kann. Und ihre DNA ist zu über 96% identisch zu unserer. Danach geh ich ins Rainforest Discovery Centre, schlendere alleine entlang eines Canopy Walk auf ca. 30 m über dem Boden. Ich höre zwar unglaublich viele verschiedene Vögel und sollte sie nach dem Lehrgang in Kinabatangan alle unterscheiden können, sehe aber leider nix. Vermutlich sind sie alle weiter tiefer und lachen sich ins Schnäbelchen. Nach dem Abendessen fall ich im Sepilok Bed&Breakfast in mein (juhu) Einzelzimmerbett!
Mi 30.06. (Sepilok) Da ich’s gestern bei der Fütterung so toll fand, entscheide ich mich, die Morgenfütterung um 10Uhr mitzunehmen und den späteren Bus um halb eins zu nehmen. Diesmal zeigt sich ein junger OU vor 10 auf der Zuschauerplattform, auf die er eigentlich nicht darf. Er wird von einem Wärter ernsthaft an der Hand weggeführt. Dann zeigt sich noch eine Mutter mit einem ganz kleinen Baby zur Fütterung. Sie hängt auch wieder cool rum und schwingt sich am Seil ein. Dieser weibliche OU ist wohl ein dominantes Weibchen, deshalb trauen sich die anderen nicht zur Fütterung. Sie war schon ausgewildert, kommt aber nun zurück seit sie ihr Baby hat. Endlich kann ich mich losreißen, treffe die 5 Inder im Restaurang und erwische den Bus. Diesmal komm ich etwas weiter, doch nach ca. 3 Stunden bleibt der Bus wieder stehen. Es regnet, ich bin schlecht gelaunt, wir müssen auf den nächsten Bus 1,5 Stunden warten. Ach so, hab ich erwähnt, dass ich die einzige Touristin bin? Als der nächste fahrplanmäßige Bus kommt, ist er natürlich so voll, dass 10 Fahrgäste (ich auch) für die nächste Stunde stehen müssen. Safety first! ;-))) Gut, dass ich nur zum Kinabalu Nationalpark fahre, also keine 2 Stunden stehen. Ich treffe 4 Mädels aus Australien und England, die im selben Guest house absteigen und morgen ebenfalls den Berg besteigen werden. Juhu, ich darf mich ihnen anschließen, so dass die Kosten für Transport und den Guide sehr viel günstiger werden. Bin super aufgeregt und beginne meinen kleinen Rucksack für die Tour vorzubereiten. Hoffentlich vergess ich nix, ob’s sehr kalt wird, schaff ich das überhaupt? Mit diesen Fragen fall ich ins Bett und schlafe schlecht, weils schon hier im Dorm kalt ist und wir nur eine sehr dünne Decke gestellt bekommen.