Mo 05.07. (Kota Kinabalu) Taxi zum Flughafen und Flug nach Tawau. Ich teile mir ein Taxi mit 2 anderen Touristen nach Semporna. Der Däne schenkt mir „indexwort leckere“ Schokotoffees von Aldi und ich fühl mich wie an Weihnachten. Mein Ohr ist wieder schlecht und meinen ursprünglicher Plan hier tauchen zu lernen, kann ich wohl erstmal vergessen. Bin frustriert und leg mich ins Bett. Zum ersten Mal auf dieser Reise will ich zu Hause sein und träum auch davon. Schnief!
Di 06.07. (Semporna) Alles ist teuer, schmuddelig und unterstes Niveau hier. Wie kann der Ausgangspunkt zum weltbesten Tauchspot Sipadan touristisch so unterentwickelt sein? Bin enttäuscht und dann klebt mir noch so ein Brasilo-Amerikaner die ganze Zeit auf den Fersen. Nervig. Ich will hier raus! Der PADI Kurs ist soviel teurer als gedacht und ich weiß noch nicht, was ich hier tun soll, bis mein Ohr wieder in Ordnung ist. Und wo schau ich eigentlich Fußball? Klappere erstmal alle Tauchshops ab und treff zufällig Fabio den Brasilianer, der mich zu jedem Diveshop begleiten will. Muss das sein? Entdecke ein einziges schönes Café, das gutes Essen und Mangosaft anbietet. Free wifi, aber unverschämt, Geld für Strom wird berechnet. Fühl mich mal wieder abgezockt.
Mi 07.07. (Immer noch in Semporna) Ohr ist schlecht und ich genervt und gelangweilt. Allerdings auch zu müde um das Fußballspiel um 2.30Uhr in der Nacht zu sehen.
Do 08.07. (Semporna) Gucke den ganzen Morgen Fußball und weiß schon, dass Deutschland 0:1 verloren hat. Schade. Ansonsten schlag ich die Zeit tot, schlender im Ort rum und weiß nicht, was ich tun soll. Abends gehe ich im Restaurant neben dem Hostel essen. Das Essen ist gut, als ich jedoch meine Cola genauer betrachte, stelle ich fest, dass eine Dreckschicht oben drauf schwimmt. Boah, jetzt eklige ich mich richtig. Die Bedienerinnen verstehen plötzlich gar kein Englisch mehr. Ein freundlicher Herr versucht zu übersetzten. Die einzige Antwort, die ich bekomme ist, das wären die Eiswürfel, das sei normal. Kotz!
Fr 09.07. (Semporna) Heute morgen beschließe ich diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen. Und will meinen AirAsia-Flug zurück nach Kota Kinabalu auf morgen umbuchen. Keine Chance. AirAsia hat seinen Laden für 3 Tage wegen Website-Überarbeitung dicht gemacht. Das gibt’s doch nicht! Doch, die habens einfach nicht nötig. Man kann weder über die Chathotline, übern Flughafen oder andere Verkaufsstellen irgendwas tun. Amüsant ist auch der Spruch „Ooops, you caught us in the middle of website maintenance!“ Das oops ist echt das beste. Als würd das spontan mal kurz überarbeitet werden. Ich ärgere mich etwas und finde mich schließlich doch mit meinem Schicksal ab. Dann halt doch eine Zwangspause. Wer weiß, wofür es gut ist.