22.08.2010

Schwarzer Kuli und Traumstrand auf Bali

Mi 28.07. (Surabaya) Morgens früh geht’s schon zum Flug nach Denpasar, Bali. Um etwa 10Uhr bin ich schon da und schlage mich zum Immigrationbüro, dem Kantor Imigrasi, das ca. 500 m vom Flughafen entfernt liegt, durch. Das wär doch gelacht, wenn ich mein Visum nicht selbst verlängern könnte. Mit einer Agentur kostet das fast 70 Euro, ansonsten nur 25. Die erste Hürde ist ein schwarzer Kuli. Blau wird nicht akzeptiert. Ich muss im Laden nebenan einen kaufen. Dann Formulare ausfüllen und Kopien anfertigen lassen. Endlich geschafft, in einer Woche, darf ich zum Bezahlen nochmal anrücken. Ich nehm ein Taxi zum Busterminal, dann ein Bemo nach Padangbai. Bali ist so viel teurer und die Tendenz zur Abzocke ist zehnmal höher. Als ich in Padangbai ankomme, nehm ich gleich das erste Zimmer mitten am Hafen. Laut, aber niegel-nagelneu renoviert. Ahne schon, dass der Rest ausgebucht ist. Und so ist es dann auch. Juli/August ist Hochsaison. Die Europäer, insbesondere Franzosen rücken an. Dann nach dem Schnellboot zu den Gilis erkundigen. Auf der Straße essen meine einheimischen Verhandlungspartner Früchte mit scharfer Sauce von einem Motorradstand. Ich kann nicht widerstehen und nach diesem Snack bin ich sicher, dass mein Magen ab jetzt alles vertragen kann. Nicht weil sie nicht geschmeckt haben. Ananas und Mango mit Chili ist echt hervorragend, aber warmes Obst von Hand geschnitten ist vielleicht nicht das hygienischte der Welt. Dann spazier ich noch am Strand entlang und genieß es richtig unter vielen anderen Touristen zu sein. Abends treff ich meine Zimmernachbarn, ein holländisches, junges Pärchen beim BBQ Buffet und wir quatschen den ganzen Abend. Ist das schön.

Do 29.07. (Padangbai, Bali) Nach einem Frühstück im Zen Inn Restaurant nebenan und ein bisschen Wifi gehe ich an den Strand. Über einen Hügel und schon liegt unten ein wahrer Traumstrand mit weißem Sand, Palmen, türkisblauem Meer und fast leer. Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Später kommen noch ein paar Touris, ich lümmel im Schatten und plauder mit einer einsamen Strandverkäuferin und lese, bade, plansche… Och, hier bleib ich. Doch irgendwann ist abend und ich geh noch Mie Goreng mit Ayam (gebratene Nudeln mit Hühnchen) essen. Eine neue Idee hat mich gepackt, ich will nach Flores und Komodo-Warane sehen. Wie kann ich nur eine günstige Bootstour buchen und trotzdem rechtzeitig nächsten Sonntag zurück in Bali sein, wenn Miriam ankommt. Ich recherchiere…

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