Fr 13.08. (Ubud, Bali) Heute wollen wir uns nochmal Kultur pur reinziehen. Mit dem Taxi zuerst ins Museum Neka. Dort wird balinesische Kunst, der holländische Künstler Ari Smiet, der viele Balinesen künstlerisch beeinflusst, hat ausgestellt. Mir gefällt die detailgetreue, bunte ursprüngliche balinesische Kunst am besten. Ähnlich zu diesem Stil malt ein aktueller Künstler und integriert die balinesische Realität, die aus Zeremonien, Tänzen und Tempeln, Hahnenkämpfen, und Touristen mit langen Kameraobjektiven und in Badehose auf Surfbrettern besteht, in seine Bilder. Im zweiten Museum, dem ARMA, fand ich die Werke des deutschen Malers Walter Spies beeindruckend. Allerdings wurden diese nur als Replika ausgestellt, nur ein Bild war original. Nach einer kleinen Pause im ARMA-Café gehen wir eine ruhige Straße fernab von jedem Verkehr und mit einigen Ateliers und kleinen Tempeln zum Monkey Forest hinauf. Auf der einen Seite des Eingangs haben sich Männer versammelt und bejubeln in einem Zelt einen Hahnenkampf. Wir verzichten aufs zugucken. Auf der anderen Seite finden gerade im Tempel die Vorbereitungen zur nächsten Zeremonie statt. Wir dürfen hinein und sehen die Bewohner in schicken traditionellen Kleidern Blumen und Obst als Opfergaben bringen. Die Stimmung ist gelassen und die Luft voll Räucherstäbchen-Duft und die Menschen lächeln „irgendwie stolz“. Es scheint wirklich ein einzigartiges Ereignis in Leben zu sein und ist sicher gut für Karma. Als die Zeremonie beginnt, müssen wir den Tempel leider verlassen und gehen durch den Affenpark, in dem die kleinen grauen Makakken rumtollen. Später finden wir ein kleines Restaurant mitten in der Stadt, jedoch direkt am Reisfeld. Ich esse eine typische balinesische Spezialität Ente, Babek. Den letzten Ubud-Abend beschließen wir stilvoll mit Bier in einer Reggae-Bar.
2.09.2010
Kunst, Kämpfe und Karma
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