Mo 23.08. (Yangon) Nach einem Frühstück im Hotel breche ich mit dem Bus nach Kyaikto auf, um den Golden Rock am Mount Kyaiktiyo zu besichtigen. Ein Motorradtaxi bringt mich nach Kinbun und dort nehme ich einen Trucktransport, der fast eine Stunde den Berg hinauffährt. Den letzten Teil des Weges, das heißt 45 Minuten, muss man laufen, denn die Pilgerstätte soll ja zumindest ein bisschen Anstrengung erfordern. Ich nehme mein kleines Rucksäckchen mit, da ich eventuell oben übernachten möchte und schwitz mir einen ab. Im Truck lern ich Paolo kennen, einen Italiener, der seine 3-wöchige Reise in Myanmar auch gerade erst begonnen hat. Der Golden Rock ist eine Felsbrocken der am Rande des Abgrundes hängt. Goldfarben und seit Jahrhunderten mit Goldblättchen beklebt, trotzt er jeder Statik und ist für Buddhisten eine der wichtigsten Stätten in Burma. Ein Haar Buddhas soll das Gleichgewicht des Klotzes halten. Dort oben ist es fast vollkommen menschenleer, ein paar Mönche bringen Goldblättchen am Stein an, als wir gerade dazukommen und beten. Frauen dürfen leider nicht an den Stein treten, ein Schild mit „Ladies not allowed“ weist auch die Touridamen darauf hin. Die Atmosphäre ist ruhig und der Blick über das Land fantastisch. Selbst als Wolken aufziehen, wirkt das ganze noch mystischer und märchenhafter als vorher. Mit einem Sonnenuntergang wird’s wohl nix werden, so dass ich beschließe, doch unten und nicht im über 30 Dollar teuren Regierungshotel zu übernachten. So kehren Paolo und ich zurück ins Guesthouse und verbringen ein sehr lustiges Abendessen mit einem deutschen Pärchen.
Di 24.08. (Kinbun) Nach einem Frühstück im Guesthouse-Restaurant nehmen Paolo und ich den ersten Bus nach Bago und besichtigen dort mit einem Motorrad-Taxi die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchgang. In einer Zigarettenfabrik (Cheroot factory), also einer Hütte drehen Mädels Zigaretten, die wie Zigarren aussehen, von Hand und amüsieren sich köstlich mit Paolo, der seinen ganzen Charme spielen lässt und für viele Fotos posieren muss. Danach im einem Kloster sehen wir die Novizen bei Examensarbeiten und dürfen den Lernsaal, Speisesaal bis zur Küche alles besichtigen. Weitere Stationen sind der liegender Buddha (Naung Daw Gyi Mya Tha Lyaung), das Schlangenkloster mit einer riesigen fetten Schlange, die wohl einmal eine Frau war, denn über ihr hängen ihre Kleider und ihr Parfum steht noch da. Paolo klebt einen Geldschein als Spende auf ihren Rücken, damit die Schlange auch zukünftig noch was zu Essen hat. Danach zur nächsten Pagode, der Maha Kalyani Sima, deren Besonderheit 4 Buddhafiguren sind, die Rücken an Rücken in einem goldenen Raum stehen. Dann zurück zum Busbahnhof, denn der Nachtbus nach Kalaw fährt schon um 16 Uhr. Nach einer unbequemen Fahrt mit sehr wenig Schlaf erreichen wir 2h früher als gedacht, um 3Uhr morgens, Kalaw und dürfen glücklicherweise im Golden Lily Guesthouse ins Bett fallen.