Mo 26.10. (Rio Dulce), nach einer langen (ü 7h) Fahrt mit Bus und Boot erreichen wir endlich Rio Dulce. Wir sind einem Hotel (Tortugal) am Fluß, ca. 15 Bootsminuten von der Stadt entfernt. Hotel ist nicht ganz richtig, eher eine Bootanlegestelle für Yachten mit ein paar Hütten. Wir sind zu neunt in einer Hütte ohne Wände. Nur eine Art Netz mit Löchern und 2 Geckos trennen uns von den Moskitos und dem Mangrovenhain. Ich finds sehr schön mit direktem Blick auf den Fluß aufzuwachen. Obs hier Krokodile gibt? Die Frage bleibt offen. Außer uns sind noch ein paar wenige sehr alte US-amerikanische Bootsbesitzerpärchen im offenen Restaurant. Wir machens uns gemütlich auf den Bootsstegen und warten auf den millionenschweren jungen, gutaussehenden Bootsbesitzer, der sich allerdings nicht blicken läßt. Miltons Hot Springs Programmvorschlag läuft ins Leere. Wer will schon bei über 30 Grad in einem heißen Wasserfall baden. Stattdessen findet ein kleiner Salsa-Kurs statt. Ich guck zu wie die Amerikaner sich doof anstellen. Sarah, Nicky und David geben ihr bestes. Das Essen (Thai-Shrimps) und die Cocktails (Rum Punch) sind lecker.
Di 27.10. (Rio Dulce), noch immer ist das Leben süß am Rio Dulce. Ich schlaf mal richtig aus und mach einfach nix. D.h. Mal wieder auf dem Bootssteg liegen und ab und zu baden. Patrick macht Paparazzi-Fotos von uns. Susan und Crystal lassen sich in die Stadt bringen und sind im wahrsten Sinne des Wortes „angepisst“. Ein kleines Hundebaby pisst Crystal vor Freude die Hose voll. Dann verpassen sie noch das kostenlose Boot und stehen im Dunkeln ohne Taschenlampe in Rio Dulce. Letztendlich finden sie eine teures Boot zurück und sind echt schlecht drauf. Seit Tulum haben wir Verfolger. Ein Pärchen (er Holländer, sie Engländerin) verfolgen uns. Milton schlägt in Belize vor, sie mit uns reisen zu lassen. Da sie nicht dafür bezahlen, ist die Mehrzahl der Gruppe dagegen. Da sie von Milton über die Hotels informiert worden sind, tauchen sie dennoch überall auf. Ich finds nicht so schlimm, weil sie ganz nett sind. Als sie jetzt mit dem Boot auch noch im abgelegenen Hotel in Rio Dulce auftauchen, ist die Stimmung ihnen gegenüber sehr negativ. Einige Gruppenmitglieder leiden bereits unter Verfolgungswahn. Heute Sparprogramm: nur Hühnchen und geniale Erdbeer-Daiquiris.

Chicken Bus

Yachthafen am Rio Dulce