Di 24.11. (Santa Marta) Nach einem kleinen versehentlichen Abstecher zum Flughafen, bringt uns der Hotelbus dann doch zum Busterminal. Mit dem öffentlichen Bus, der recht luxeriös ist, fahren wir 4,5h nach Cartagena. Außen ein paar Ölpipelines (vermutlich) die direkt vom Strand zu den Schiffen führen, kann ich nix interessantes von der Fahrt berichten. Die Taxifahrt vom Terminal in das Historische Viertel von Cartagena, ist dann doch spannender. Chaos pur, doch so fährt halt der Kolumbianer. Mir fällt das alles gar nicht mehr auf, weils doch in Mexico oder Guatemala nicht anders war. Alle fahren gleichzeitig los und drängen sich gegenseitig ab. Die „Colectivos“, normale öffentlich Busse, halt wann und wo ein Fahrtgast steht, also alle 2min ungefähr. Richtige Haltestellen gibt’s nicht. Überraschenderweise passieren jedoch nicht viele Unfälle, naja soweit ich weiß. Tolles Hotel „Villa Kolonial“ im Viertel Getsemani, mit Klimaanlage und schönem kolonialem Innenhof. Elke und ich machen den erster Stadtrundgang in glühender Hitze. Und checken schon mal das berühmte Cafe del Mar ab. Oben auf der Stadtmauer sitzen wir dann später nochmal in einer kühlen Brise und genießen einen Cocktail bei Sonnenuntergang. Danach Abendessen im El Bistro, einem genialen deutsch-kolumbianisches Restaurant.
Mi 25. 11. (Cartagena) Heute brechen wir zu einem optionalen Schnorchelausflug nach Playa Blanca auf, da die Stadt wohl mit vielen Kreuzfahrt-Amerikanern bevölkert wäre und unser Stadtführer keine Zeit für uns hat. Die halbe Gruppe bleibt in Cartagena und verpaßt somit den super Touristen-Nepp, den wir über uns ergehen lassen müssen. Mit dem Schnellboot geht’s zum Strand, der eigentlich schön wäre, wenn nicht so viele Touristen und noch mehr Verkäufer da wäre. Die Händler und Massagefrauen sind nervig und aufdringlich und ich will nur noch weg. Wir müssen bis halb vier durchhalten. Das einzige, was mich tröstet ist, dass es in Cartagena regnet und wir – abgesehen vom Meerwasser – trocken bleiben. Die Backpacker machens richtig. Die kommen erst um halb vier, wenn alle weg sind und bleiben am einsamen Strand bis morgens. In einer Strandnische findet ein Fotoshooting statt. 5 Aguila-Girls (hiesige Biermarke) im Bikini sehen gut aus und tun so, als ob hier alles toll wäre. Dabei bewegen sie sich überhaupt nicht, weil jede noch so kleine Muskelanspannung unwillkürlich Schweißtropfen erzeugen würde. Ein paar Typen müssen ihre lädierten Kanus knallbunt anmalen. Der Fotograf feuert alle an. Hab mich doch zu einer Massage durchringen können und endlich nach dem teuersten Tag aller Zeiten, dürfen wir zurück. Wir belohnen uns mit einem Essen im El Bistro und verschwitzen noch ein bisschen die Nacht auf der Terrasse eines Backpacker-Hostals. Der Blick auf die Festung und über die Stadt mit der kühlen Brise sind ein Traum. Hier würd ich gern bleiben.
Do 26.11. (Cartagena) Am Morgen holt uns Cesar, der Stadtführungs-Opa ab. Er bemüht sich sehr, doch unsere Truppe schwitzt und ist genervt angesichts der vielen US-Touristen, die mal wieder vom Schiff runter durften. Zuerst besichtigen wir den Berg (El Pope), die berühmte Festung, die zwar Sir Francis Drake mal eingenommen hatte, später jedoch als ein unbesiegbarer Schutzwall ausgebaut wurde. Dann laufen wir noch durch die Altstadt, die eine der wichtigsten Handelsstädte galt. Die Kirchen, das Zollhaus und die alten spanischen Kolonialhäuser sind wirklich sehr schön. Zu Mittag kehren wir in einer leckeren Panaderia (Konditorei) ein und ich genehmige mir mal wieder die Cappucchino&Schoko-Kuchen- Kombination, die mich fast platzen lässt. Nachmittags haben wir frei und ich überlege, was ich ab morgen mache, wenn die Gruppe heimfährt bzw. weiterzieht. Abends essen wir nochmal richtig teuer und lecker auf Viventura-Kosten. Unser letzter gemeinsamer Abend klingt in der Havanna-Bar und auf der Terrasse des Backpacker-Hostals aus.

Playa Blanca

Smaragschürfen im Juwelierladen

Cartagena

auch Cartagena

nochmal C.

Cafe del Mar

Erdbeer-Daiquiri