Fr 29.01. (Sucre) Wetter sieht schlecht aus, als ich um 6.15Uhr aus dem Bett krieche. Kleines Frühstück, man will ja nicht peinlich im Flug kotzen und dann zur Agentur. Wir packen und fahren ca. 1,5h ins Gebirge. Unser Flugguide Hugo sagt, dass der Abflugort 12km Luftlinie entfernt ist, jedoch ein Microklima hat und es dort eventuell nicht regnet. Als wir ankommen sind noch einige Wolken, die sich schnell verziehen. Eine Agenturmanagerin (es geht nach Gewicht und sie ist leichteste) fängt an, dann ich. Ich muss erst mal warten weil der Wind nicht ausreicht. Hinter mir der ausgebreitete Schirm auf Plastikfolie und Hugo. Auf Kommando rennen. Fehlversuch. Der Wind flaut ab. Beim 2. Versuch klappt alles. Ich renne Richtung Abgrund gegen den Wind. Hugo hinter mir richtet den Schirm auf. Obwohl ich kaum vorwärts komme, scheint wohl alles zu klappen, an der Kante nicht springen und schon sind wir in der Luft. Ich darf mich in den Sitz setzen und wir suchen an den Berghängen nach Thermik, die leider nicht auftaucht. Plötzlich fragt mich Hugo, ob ich nicht steuern will und gibt mir die Leinen in die Hand. Ich lenke auf Anweisung und wir gleiten dahin. Ein kleines Luftloch klappt den Schirm leicht zusammen, Hugo übernimmt sofort und erklärt mir später, dass das auf dieser Flughöhe (ca. 3.000m) gern mal passiert, weniger, wenn man an der Küste fliegt. Boah, jetzt fühl ich mich natürlich noch abenteuerlicher. Wir landen unten am Fluss in einem Feld und sind gleich von Kindern umringt. Würd am liebsten gleich nochmal fliegen, war ja viel zu kurz die vielleicht 10 oder 15 Minuten. Oder mach ich einen Kurs zurück in Deutschland? Dann ist Jasmin dran. Bin etwas neidisch, weil sie Thermik finden und sehr viel länger fliegen können. Ihr ist leider etwas schlecht nach dem Fliegen. Dann Neil, der auch lange fliegen darf. Fliegen ist toll! Hiermit möchte ich Sabine und Stefan, die Gleitschirmflieger aus Villingen grüßen. Wie im Fernsehen, gell?



