Di 23.03. (Auckland) Heute ist mein Organisationstag. Ich buche meine Australien-Flüge, plane meine Neuseeland-Tour durch die Südinsel. Und fliege abends nach Christchurch. Dort lande ich in einem super deutschen Hostal mit selbst gebackenem Brot zum Frühstück. Lecker!! Leider lass ich meine Trekkingstiefel im öffentlichen Bus liegen und selbst nach mehrmaligen Telefonaten sind sie leider nicht mehr auffindbar.
Mi 24.03. (Christchurch) Dieses Städtchen ist so goldig, klein, fein und schnuggelig englisch, das ich glaube, im falschen Land zu sein. Für die Touris fährt eine Trambahn, überall sind kleine englische Häuschen, eine kleine Kathedrale und ein Wochenmarkt mit Souvenirs. Was will man mehr. Ach ja, bin ja in NZ, eine Maori-Tanzshow im Park gibt’s auch noch. Ich geh in die Christchurch Art Gallery, um mir noch ein bisschen neuseeländische Kultur reinzuziehen. Und eine Dame führt uns rum und erklärt. Der aktuellste Stil ist abgesehen von der Maori-Kunst, fast photografisch-naiv. Am interessantesten fand ich die Installation des Pacific Plastic Patch, einer Riesenplastikflaschen-Ansammlung im Meer zwischen Kalifornien und Japan. Das ist Umweltverschmutzung pur. Der Kunststoff wird zwar mit der Zeit zerbröselt von den Wellen, allerdings dann von Fischen gegessen und landet somit eventuell in unserem Magen. Lecker! Ich nehm den Bus raus zum Port Hill und rauf mit der Gondel. Einzigartige Ausblicke auf Lyttleon (wirklich klein) und auf die Banks Peninsula. Hier lern ich, dass Abel Tasman einer der ersten war, der an NZ vorbeigesegelt ist. Nachdem auf einem Landausflug 4 seiner Mannschaft aufgegessen wurden (ja, Kannibalismus), hat er auf jeglichen Besuch seinerseits verzichtet. James Cook war dann der erste, der an Land gegangen ist, kartographiert hat und alles zur englischen Krone zugehörig erklärt hat. Plöd für die Franzosen, die in dieser Bucht angekommen sind und Geld für Land bezahlt hatten. Sie durften trotzdem bleiben und sie sorgen noch immer ein bisschen französisches Flair in Akaroa. Delfine gibt’s wohl auch hier und die will ich mir viel später auf dem Rückweg nach Christchurch anschauen. Als ich mit der Gondel runterfahre, kommen dramatische Gewitterwolken auf, ich bin froh, dass ich vor dem Sturm unten ankomme und der Regen letztendlich runterprasselt während ich im Bus sitze. Später hol ich mir noch ein Thai-Take away-Essen und ess im Hostel.