Sa 27.03. (Te Anau) Hab mal wieder Glück gehabt und gutes Timing, bis gestern 9Uhr war die Fahrt zum Milford Sound wegen eines Erdrutsches nicht möglich, Sturm und zuviel Regen, nun ist die Straße nach 5 Tagen wieder befahrbar. Sogar die Glühwürmchen-Höhle war vor 3 Tagen noch überschwemmt und deshalb geschlossen. Ich habe eine Bus- und Bootstour zum Milford Sound mit Naked-Bus gebucht. Ist gar keiner nackt im Bus,doch offensichtlich hat der Name die meisten abgeschreckt und so sind wir nur 11 Hansels im Riesen-Komfortreisebus. Unser Busfahrer Leicester ist gleichzeitig Guide und kriegt sich vor Begeisterung über sein Land selbst nicht mehr ein. Ich frag ihn, warum er auch noch Fotos macht wie ein Tourist und er meint, dass die Flüsse mit außergewöhnlich viel Wasser gefüllt seien, so dass diese Fahrt mal wieder etwas besonderes sei. Wir halten an allen wichtigen Touriattraktionen, unter anderem dem Mirror Lake, in dem sich der etwas Wolken verhangene Berg gegenüber auf der spiegelglatten Wasseroberfläche spiegelt. Die Wasserfälle und Flüsse strotzen vor Wasser und überall fließt was, so auch der Chasm, von dem Leicester mehr Fotos macht als ich. Dann der Höhepunkt der Tour eine 2stündige Bootsfahrt auf dem Milford Sound. Auch hier Wasserfälle überall, leider ist der Himmel noch immer bedeckt, so dass der himmelblaue Fjordeffekt etwas fehlt. Wir fahren raus ins Meer, weiter ging es nach Australien. Doch wir kehren um und zurück im Sound, der doch kein Fjord ist, klart es langsam auf. Der Mitre Peak, der Bischofhut, ist gut zu sehen.Unser Guide macht uns einen Helikopterflug schmackhaft. 20Min mit Landung aufem Schneefeld. Ich kann nicht widerstehen, manche zahlen für Bungyjumping das gleiche Geld. 2 Belgierinnen aus dem Bus sind auch dabei. Der Flug ist fantastisch. Zuerst fliegen wir über den Sound. Superaussicht! Dann landen wir oben auf einem Schneefeld mitten in den Bergen. Wir dürfen aussteigen, rumlaufen, Fotos schießen und dann darf ich auch noch vorne neben dem Piloten sitzen. Juhu! So sehe ich noch mehr. Weiter geht’s über die Berge und unter uns liegen türkisgrüne Seen. Wir landen hinter dem Homer Tunnel, der einzigen Zufahrt zum Sound und unser Busfahrer holt uns dort ab. Wir sind total von den Socken und erzählen den anderen im Bus vom Flug. Leicester erzählt im Neuseeland-Dialekt so viel, wobei ich das meiste schon fast wieder vergessen habe… Die Sprache der Neuseeländer ist übrigens schon sehr speziell und am Anfang dachte ich, die sprechen doch irgendwie gar nicht englisch. Meine Lieblingsworte sind „best ever“, die ungefähr bi-est i-evar ausgesprochen werden. Ten oder Seven ist tinn oder siwan. Gidday heißt Guten Tag und Hi dear oder Hi there ist die normale Ansprache. Ist das nicht nett?
10.04.2010
Fjordland mit Heliflug
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