25.07.2010

Die Felsenspringer vom Grünen Canon

Do 22.07. (Pandangaran) Für heute hab ich eine Tour zum Green Canyon gebucht. 2 junge Schweizerinnen und ich schwingen uns hinten auf 3 Motorroller und lassen uns von Schlagloch zu Schlagloch befördern. Zuerst ein kurzer Besuch bei der Turtle Farm, hier werden Schildkröten-Eier ausgebrütet und die Minischildkröten bei entsprechender Größe ins Meer entlassen. Sehr süß. Ein große Schildkröte, die verletzt am Strand gefunden wurde ebenfalls wieder da. Dann geht die holprige Fahrt weiter bis zur Bootsanlegestelle. Unser Guide ist aus irgendwelchen Gründen inzwischen schlecht gelaunt und geht nicht mit in den Green Canyon. Komisch. Nach ein paar Minuten Fahrt erreichen wir einen grünen schmalen Canon, der mit Wasserfällen gesäumt ist und von Pflanzen grün bewachsen. Ein tolles Bild! Als die Boote nicht mehr weiterkönnen, klettern wir über einen Felsen und schwimmen am Seil gegen die Strömung. Als das Seil endet, hangeln wir uns an den Felsen entlang. Das geht in die Oberarme. Unser Canyoning Guide hat eine Art langen Gurt dabei und wenns gar nicht mehr weitergeht, hangelt und schwimmt er voraus und er sichert uns mit dem Seil. Dann wieder auf einen Felsen klettern und schon stehen wir in einem Wasserfall. Und springen etwa 3 Meter runter! Hammer! Doch damit nicht genug, wir klettern weiter und springen von einem etwa 5m hohen Felsen. Unglaublich, dass ich das gemacht hab! Und hinein in die Strömung, aus der uns der Guide nach einigen Schwimmzügen wieder rauszieht. Auf dem Rückweg lassen wir uns mit der Strömung mit Schwimmweste treiben. Springen beim Bootsstop einen kleinen Wasserfall runter ins knallgrüne Wasser und treiben relaxed weiter bis das Boot uns im grünen Fluß einsammelt. Wir sind glücklich, voll mit Adrenalin und vollkommen begeistert. Weiter geht’s zum Essen an den Strand (Batu Karas) und wir gönnen uns gegrillte Shrimps. Mit Reis und Spinat-Bohnengemüse. Dann leg ich mich in den Schatten am schwarzen Sandstrand. Die Mädels knallen sich in die Sonne. Wers mag… Auf der Rückfahrt gehen wir über eine aus Bambus geflochtene sehr schmale Brücke, die Motorradfahrer rasen neben uns vorbei. Den Mädels geht die Fahrt zu schnell, der Guide ist genervt und die Laune sinkt. Mein Rollerfahrer nimmt sowieso andere Wege, zeigt mir noch den Sonnenuntergang und ich lass mir die Tour trotz taubem Hintern nicht vermiesen. Abends ess ich noch ein Hühnersate (Spiesse mit Erdnuss-Sauce) mit obligatorischem Reis und lande bald im Bett.

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