So 21.03. (Auckland) Heute steht ein Ausflug zur Insel Rangitoto zum Trampen, das ist hier Wandern, auf dem Plan. Auf der Fähre treffe ich John, einen Iren (nicht Irren), mit dem ich dann fast 6h Stunden auf den beiden Inseln rumtrampe (nicht trampeln, gell?) Er erzählt die ganze Zeit von seiner vorherigen Reise in Japan, so dass ich ihm den Spitznamen Johnny Japan gebe. Gut, ich bin ja auch nicht besser und freu mich, dass er meinen antarktischen und südamerikanischen Stories lauscht. Hier beginnt übrigens auch meine drastische Sucht nach Kitkat dunkel. Dem leckersten Schokoriegel aller Zeiten, den ich auch noch mit John auf der Insel teilen muss, weil er gar nix zum Essen dabei hat. Natürlich verlaufen wir uns, was in Neuseeland fast unmöglich ist. Da die Inseln jedoch so klein sind, finden wir schnell zurück. Der lustigste und gleichzeitig gefährlichste Moment auf der Wanderung ist die Begegnung mit einer Riesenherde Jungbullen. Als wir vorbeilaufen, schauen sie uns erwartungsvoll an, begleiten uns bis zum Tor und hoffen, dass sie rausgelassen werden. Ätsch, wir sind schneller und lassen niemand raus. Und ich dachte in Neuseeland gäbs nur Schafe. Vermutlich ist das nur ein Gerücht, um die Wanderer in Sicherheit zu wiegen. Nach diesem dramatischen Erlebnis und einer Wanderung, die selbst Mr. Marathon Muskelschmerzen bereitet, treffen wir uns später zum gemeinsamen Abendessen in Parnell. Spontan essen wir beim Inder. Obwohl mein Budget ja begrenzt ist, folge ich weiterhin meinem Motto, lieber an der Unterkunft gespart, als beim Essen gegeizt und es lohnt sich. Das Chicken Masala ist superlecker. Mist, jetzt muss ich schon wieder das Essen mit John teilen, was mir ja nun wirklich nicht liegt. (zu seiner Ehrenrettung: Er gibt mir von seinem Essen schon auch was ab) Frühkindliches Trauma oder einfach zuviel Hunger? Danach schmuggeln wir uns noch in eine Swing-Bar und schauen den wirklich guten Tänzern zu.
5.04.2010
Trampen und Essen mit Johnny Japan
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