Sa 24.04. (Melbourne) Heute früh holen wir unseren Mietwagen ab, den Silke schon aus Deutschland für uns reserviert hat. Es ist eine Holden in knallorange! Die Leute auf der Straße starren unser Fahrzeug erstaunt an. Oder liegts daran, dass ich auf der falschen Straßenseite fahre? Nene, das klappt inzwischen ganz gut und die orangefarbene Rakete geht gut ab. Zuerst geht’s Richtung Geelong, dann zur Great Ocean Road. Unser ersten Halt ist in Torquay, dem Surfer Paradies. Bells Beach ist der legendäre Strand, an dem der coole Surferfilm mit Patrick Swayze und Keanu Reeves gedreht wurde. Wie hieß der denn noch? Danke Miri für die „Gefährliche Brandung“-Info. Wir gehen hier Mittagessen und gucken uns die Surfer von oben an. Die Strände und die Wellen sind wirklich toll, allerdings ist es auch etwas frisch. In Apollo Bay, einige Strände weiter, übernachten wir. Da Anzac Day-Wochenende ist, ein verlängertes Wochenende mit Montag frei, ist der Ort fast ausgebucht. Wir finden über das Surfside Backpackers noch ein Motelzimmer. Im Cafe 453 genießen wir ein wirklich besonders gutes Abendessen und sitzen später alle 3 schluchzend vor einem Film (“Pay it forward“) im Fernsehen, weil dieser leider kein Happy End hat.
So 25.05. (Apollo Bay) Nach einem leckeren Frühstück im Cafe 453 on the Great Ocean Road again. Auf dem Weg zum Cape Otways Lighthouse fahren wir durch Eukalyptus-Wälder und sehen Koalas! Die hängen cool in den Bäumen ab und essen. Einer begibt sich kurz runter, hüpft über die Straße, rauf auf den nächsten Baum und weiter essen. Soooo süß! Wie Teddybären. Wir fotografieren ohne Ende. Dann besichtigen wir die erste Telegrafenstation Australiens, die Tasmanien mit Australien mit einem Unterwasserkabel verbunden hat und den Cape Otway Leuchtturm, der sogar von einem original Leuchtturmwächter von früher überwacht wird. Weiter geht’s im Auto zu den Gibsons Steps, die zum Strand führen. Hier sehen wir zum ersten Mal die Twelve Apostle, die berühmten Felsformationen im Meer, die sich über die Jahrhunderte durch Erosion vom Land gelöst haben. Allerdings sind nur noch 6 (laut Lonely Planet) davon übrig. Wir zählen 9 als wir auf den Sonnenuntergang am Aussichtspunkt warten. Komisch, kommen da wieder welche dazu? Wir haben Glück, denn obwohl es wolkig und gewittrig war, klart es im richtigen Augenblick auf und die Apostel leuchten orange im Abendlicht. Wie unser Auto! Wir übernachten 75km weiter, in Warrnambool im Best Western Motel. Luxus pur: eine Riesenwohnung mit separatem Bad mit Wanne, einer extra Dusche und Waschbecken außen. Wir können also praktisch alle 3 gleichzeitig ins Bad, was natürlich unglaubliche Zeitvorteile bringt. Und der rote Blitz oder auch Hossa genannt, hat sogar seinen eigenen privaten Parkplatz und glänzt vor Freude noch orangner. Einziger Nachteil: Silvis Freund kann nicht früh morgens anrufen, erst ab neun. Wir nehmen uns vor die Hotels nur noch nach Telefonanschluß auszuwählen 😉 Wir essen heute unspektakulär Pizza im Bojangles, aufgepeppt mit gutem Rotwein aus dem hiesigen Anbaugebiet, dem Barossa-Valley bei Adelaide. Hollarö.