25.05.2010

Wiedersehen mit Cheryl und noch mehr Outback

Mo 03.05. (Alice Springs) Für heute haben wir uns ein Auto gemietet. Es ist klein und knallgelb. Der orangefarbene Holden hätte unauffälliger in die Landschaft gepasst. Cheryl, die hier lebt und die ich von der Bolivien/Chile-Reise kenne, kommt mit uns in die Western Mac Donnells. Ich freue mich noch eine Mitreisende wiederzusehen. Wir fahren zu Simpsons Gap, rote Felsen, leider zeigen sich die Rock Wallabies nicht, sie schlafen wahrscheinlich noch. Dann zur Standley Chasm. Ein gigantischer Felsspalt, der zur Mittagszeit komplett rot-erleuchtet ist. Allerdings kommen dann auch die vielen Touris. Wir gehen kurz vor Mittag, sehen die Felswände noch halb rotleuchtend. Dann Ellery Creek Big Hole, ein eiskaltes Wasserloch mitten in roten Felsen. Hier hat Cheryl mal ein früheres Weihnachten gezeltet und sich fast die Füße abgefroren als sie durch das Wasserloch zur anderen Seite geschwommen ist. Weiter geht’s zu den Ochre Pits, hier haben die Aborigines ihre gelbe, weiße, rote Farben gewonnen. Zum Schluß eine kleine Wanderung zum Ormiston Pound in eine „Gorge“. Wieder einmalige Felsformationen, rote Farben, Spiegelungen im stillen Wasser der Schlucht, ein Sandstrand mitten im Outback, blau-violette Felsen. Hier können wir leider nicht weiter, der Weg ist überschwemmt, die vielen Regenfälle haben ihn unzugänglich gemacht. Jared hat uns übrigens den Unterschied zwischen einem Canon und eine Gorge erklärt. Ein Canon entsteht durch Felsabbrüche und klassische Erosion. Eine Gorge entsteht durch die Auswaschungen durch Wasser eines Flusses. Silke und ich rätseln wie man das wohl auf deutsch übersetzen könnte. Any ideas? Auf der Rückfahrt fahren wir an den Sonnenuntergang-erleuchteten Western MacDonnells entlang. Wie eine Perlenkette oder die chinesische Mauer ziehen sie sich an der Strasse entlang. Abschied von Cheryl. Vielleicht können wir uns morgen vor unserem Abflug noch treffen. Silke und ich landen noch in der Bar von Annies Place.

Di 04.05. (Alice Springs) Morgens besuchen wir die Flying Doctors. Das ist eine typische australische Einrichtung, die gegründet wurde, um die Leute im Outback zu behandeln. Teilweise über Fernbehandlung über Funk oder wenns schlimmer war, Bein abgehackt oder so, dann wurden die Leute ins nächste Krankenhaus geflogen. Witzig ist das Pedalfunkgerät, das wie ein Fahrrad über Pedale angetrieben wurde oder die Geschichte über eine gelungene Fernbehandlung, bei der der Farmer seiner Frau anstatt Pille Nr. 9, die nicht mehr vorrätig war, ihr einfach Nr. 4 und 5 gegeben hat und sie flugs gesund wurde. Silke steigt noch auf den Stadthügel und genießt die Aussicht, während ich noch im Café rumhänge und Postkarten kaufe. Dann Flug nach Cairns. Wir haben uns im Dreamtime, einem schnukeligen Hostal in Cairns eingemietet. Leider kommen wir erst abends an und können für den nächsten Tag nichts mehr buchen/vorbereiten.

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