So 06.12. (Taganga) Hab mich gestern abend noch mit den Ciudad Perdida Mitwanderern zum lecker Essen im Hostal Casa Felipe getroffen und danach noch mit Karolina und Rolf tanzen gegangen in die Garaje, dem angesagten Klub in town. Ist ja schließlich Wochenende. Konnten leider nicht lange bleiben, weil Karolina schon wieder um 8.00Uhr beim Tauchkurs sein muss und Rolf eine Tayrona-Tour mit Edwins Vater gebucht hat. Der geht noch mit 75 auf Wanderschaft. Ich breche Vormittags auf, um Dollars für Venezuela zu tauschen. Da Sonntag ist, find ich keine geöffnete Wechselstube, jedoch in Santa Marta in einem Backpacker Hostal einen mitleidigen Mittouristen, der mir Pesos in zumindest 100 Dollars wechselt. Dann zum Busbahnhof. Die Kanadier reisen mit, juhu!!! Fahrt im Luxusbus nach Maracaibo. Ca. 4h. Der Grenzübertritt ist problemlos. Mein Gepäck wird sogar von einem Soldaten auf den Tisch gehoben, der dann mit spitzen Fingern 2mal in meine Klamotten stupst und das wars schon. Nur beim Geldwechseln bleib ich nicht hart genug und bekomm nach langen Verhandlungen doch nicht den Kurs, den ich gerne hätte. Die folgenden 3 Militärkontrollen fallen harmlos aus. 2x wollen sie nicht mal meinen Pass sehen, geschweige denn mein Gepäck, nur eine Frau in Uniform will dann die Pässe von allen sehen. In Maracaibo steigen wir vom nur zu elft besetzten Bus in einen kleinen Nachtbus, der komplett voll ist und nicht mal eine Toilette hat. Ich freu mich schon auf die Nacht. ;-(
Mo 07.12. (Merida) Nach vielen Stunden im Spitzenbus, erreichen wir morgens um 6Uhr El Viga und steigen um in einen noch schlimmeren Collectivo nach Merida. Schlafe dann doch noch mal ein und wach auf, als wir das Terminal in Merida erreichen. Gut, dass die Kanadier dabei sind. Brad ist eigentlich immer wach und passt auf. Um 8 simmer dann endlich in der Posada Alemania. Oli steht am Terminal – ist mit dem Nachtbus aus Caracas gekommen. und hat meine SMS mit der Hostaladresse nicht bekommen. Doch um 10 Uhr erreicht er auf Umwegen doch noch die Posada und ich freu mich endlich mal wieder jemand zum richtig „schwätzen“ zu haben. Somit halte ich ihn den ganzen Tag wach. Juhu, er hat das gewünschte Buch von Bärbel (Danke!) mitgebracht und sehr viel Schokolade, Prinzenrolle und Gummibärchen. Nach einer kleinen Merida-Besichtigung und mehrmalige Erkundigungen bei Colibri-Tours im Hostal beschließen wir morgen zur 4-tägigen Tour in die Llanos aufzubrechen.Und nachdem wir Alex am Samstag vom Flughafen abgeholen werden, weiter nach Canaima (Salto Angel) zu fliegen. Nach längerer Suche finden wir endlich ein Restaurant zum Mittagessen. Dann fällt der Strom aus. Für 3h. Scheint normal zu sein, keiner regt sich auf und man legt einfach ein kleines Päuschen im Arbeitsleben ein. Wir beschließen schnell noch zur Eisdiele mit den meisten Eissorten der Welt zu gehen, die sogar im Guinessbuch der Rekorde steht. Bevor das Eis noch schlecht wird, gell 😉 Leider hat der Gefriertempel Montags zu. Dann halt Kaffeetrinken. Zurück im Hostal erkundigen wir uns noch nach der Canaima- und der Orinokotour und treiben die belgische Angestellte fast in den Wahnsinn. Um letztendlich alles buchen zu können und dem sehr schlechten (halb so viel wert) staatlich verordneten Wechselkurs zu entgehen, benötigen wir einen Geldtransfer auf ein spanisches Konto. Mist, per Internet kann ich keine Überweisungen auf ein ausländisches Konto machen. Das ist ein zumindest ein kleiner Notfall (Wir benötigen die Bestätigung am nächsten Tag, damit wir die Flüge nach Ciudad Bolivar noch bekommen können) und ich schalte meine Schwester ein. Danke Sabine!!! Alles hat super geklappt hat. Oli findet kalt duschen doof.

Bartbaum in Merida

Merida