11.01.2010

Viele Wege führen nach Brasilien

Di 05.01. (Santa Elena) Ich steh um halb sechs auf. Und will den Bus um sieben nach Manaus nehmen. Penny geht gleich mit. Am Terminal stellt sich heraus, dass dieser Bus nicht mehr fährt und ich mit dem Taxi an die Grenze muss. Dann Bus nach Boa Vista, umsteigen und Nachtbus nach Manaus. Mist, viel Zeit verloren. An der Grenze kann ich dann in Ruhe, die Formalitäten erledigen, bin die erste, die an diesem Morgen nach Brasilien einreist. Dann endlich zum Bankomaten und seit 4 Wochen zum ersten Mal ohne Probleme an Geld kommen. Super!. Nach lauf ich mit einem Trolley weiter zum Busbahnhof. Laut Reiseführer ist das ja ein ganz schwieriger Grenzübergang mit vielen Durchsuchungen. Von mir will mal wieder keiner was. Um 9.30Uhr fahr ich nach Boa Vista und erreich den Busbahnhof dort um eins. Jetzt muss ich mir 5h um die Ohren schlagen. Buch ist schnell fertig gelesen. Gegessen auch. Also mal wieder Leute beobachten. Es ist heiß und ich häng durch. Um ca. 16Uhr kommt ein weiterer Bus von der Grenze, die beiden Kanadier aus Kolumbien waren drin und wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Auch Jahel und Jose-Maria sind dabei, wir wussten schon, dass wir nach Manaus fahren. Alle 4 haben leider spätere Nachtbusse und wollen auch keine Dschungeltour machen, sondern gleich weiter nach Belem mit dem Boot fahren. Find ich langweilig. Will ja was sehen, deshalb hab ich ja den Caracas-Sao Paolo Flug storniert und bin direkt nach Manaus gefahren. Nachtbusfahrt ist nicht so toll. Sitze ganz hinten. Ist zwar nicht kalt, aber direkt bei der Toilette, so dass ich andauert aufwache. Die Frau neben mir scheint auch nicht ganz richtig zu sein, sie redet die ganze Zeit mit mir auf portugiesisch, obwohl sie wissen müßte, dass ich sie nicht versteh.

Mi 06.01.2010 (Manaus, Brasilien) Ich frühstücke am Rodoviaria, dem Busbahnhof und versuche einen klaren Kopf zu bekommen. Hatte ein Hostal für vorige Nacht reserviert, da will ich jetzt hin. Vielleicht sind sie ja gnädig und erlassen mir die nicht in Anspruch genommene Nacht, falls ich jetzt frühmorgens einchecke. Das Zimmer bzw. das Bett stinken leider etwas nach Pisse und mein Wohlfühlfaktor sinkt auf Null. Jetzt eine Tour finden. Will eigentlich nach Mamiraua, das ist eine Ecolodge in der Nähe von Tefe. Keiner kann mir die Tour vermitteln, nachdem ich 3 Agenturen abgeklappert habe plus einen schleimigen Verkäufer endlich abgeschüttelt habe, stelle ich fest, dass die Touren alle gleich sind und in ein Camp am Lago Juma gehen. Ich telefoniere noch mit der Mamiraura Logde und befinde, dass die dann doch zu teuer, zu spät (1 Tag später) und zu kompliziert sind, weil man erst nach Tefe fliegen muss. Entscheide mich dann für den billigsten Anbieter, versuche ein Flugticket weg von Manaus zu bekommen und Geld zu besorgen. Die Geldautomaten funktionieren nicht – meine Visakarte jedenfalls nicht. Ich klappere die ganze Stadt ab. Bin genervt. Das Reisebüro macht zu. Der Touranbieter ist mit einer Vollzahlung morgen zufrieden. Doch wie komme ich an mein Flugticket, wenn ich bei Öffnungszeit um 8Uhr schon im Tourbüro sein muss. Bei Carrefour (!) kann ich endlich Geld ziehen. Den Rest muß ich halt morgen regeln. Essen im Buffet-Restaurant mit Abwiegen, sehr gut, Packen für den Dschungel und dann schnell schlafen im Stinkezimmer.

Kommentare

..erst ein richtiges Stinkezimmer macht das Abenteuer aus ;-)) – viel Spaß in Brasilien & halt uns auf dem Laufenden

Gruß
Joachim

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst Dich erst einloggen um einen Kommentar zu schreiben.

Kategorien

Admin | Reiseblog anlegen | Plane Deine eigene Weltreise